Die Staudenbeete und die bepflanzten Baumscheiben

Vor ungefähr einem Jahr, genauer gesagt Ende Oktober hatten wir uns alle Staudenbeete vorgenommen: Stauden aufgenommen, umgepflanzt, geteilt, anders positioniert, ergänzt. Im Frühjahr dann die Baumscheiben vergrößert, neue Pflanzflächen geschaffen – was ist daraus geworden?

Hier unten im blau-gelben Beet verdecken Salbei und Lampenputzergras (Salvia officinalis ‚Berggarten‘ und Pennisetum alopecuroides ‚Cassian‘) die bereits braungewordenen Stängel der Astern.  Beide lockern den Gesamteindruck auf…Die Baumscheibe dahinter ist fast völlig zugewachsen. Funkie, Taglilien, Bergenien, Frauenmantel in Sorten und Bleiwurz bedecken den Boden und haben wunderbar durchgehalten! Natürlich hat es vergleichsweise viel geregnet, aber unser Ziel ist erreicht!

 

Die Farben sind harmonischer geworden, durch kleinere Gräser und  Blattschmuckstauden kommt mehr Struktur in die Beete. Manche Stauden sind noch in den Kinderschuhen und werden erst im kommenden Jahr Wirkung zeigen. Dieses Beet in Rosatönen z.B. haben wir mit silberlaubigen Pflanzen und sehr dunkler, aber  sonnenverträglicher Heuchera ‚Obsidian‘ und Carex comans ‚Bronco‘ ergänzt, die allerdings noch recht klein sind.  Die Baumscheibe dahinter ist ab Frühjahr äußerst trocken. Hier haben sich ebenfalls Stachys byzantina, Dianthus, Festuca cinerea, Anaphalis triplinervis und Salvia officinalis ‚Berggarten‘ kombiniert mit dunklem Sedum und Heuchera bewährt.

 

Im blau-orange/gelben Beet geben sich im Herbst Helianthus decapetalus ‚Capenoch Star‘, Aconitum, Aster novi-belgii ‚Dauerblau‘ und Miscanthus sinensis ‚Silberfeder‘ die Hand – sie spielen jetzt die Hauptrolle. In den nächsten Tagen öffnet sich noch die Aster laevis ‚Anneke van der Jeugd‘ und durchwebt mit ihren filigranen Blüten das Staudenbeet. Auch hier mussten wir nachbessern und haben noch ein paar Farbtupfer in orange gepflanzt…..die bepflanzte Baumscheibe dahinter ist noch nicht ganz so zugewachsen, aber Epimedium, Helleborus, Tiarella cordifolia, Geranium und Bergenien sind auf bestem Weg dorthin!

 

Das Beet in weiß und violett-blau ist noch schwach. Das Panicum hatten wir geteilt und es muss noch mehr wachsen. Die schwarzblauen Astern brauchen mehr Fülle und Kontrast in weiß. Wir haben vor einer Woche noch ein paar weiße Echinacea, einen weißen Wasserdost und Anemone japonica in weiß gepflanzt! Das sollte reichen!  Die Baumscheibe wurde mit Bergenien, Carex in Sorten und Aquilegia bepflanzt.

Alles in allem sind wir zufrieden, aber arbeiten noch an Verbesserungen – je dichter die Bepflanzung, je weniger Unkraut!  Außerdem hält sich das Gießen in Grenzen und genau darauf zielen wir!!

Advertisements

Im Septembergarten

Bevor es bald in den Oktober geht, wollten wir mit Euch noch einmal durch den Garten gehen…

 

Am Teich blüht der Wasserdost Eupatorium fistulosum ‚Glutball‘  und  die weidenblättrige Sonnenblume Helianthus salicifolius legt sich grazil über den Teich, der Sonne entgegen. Feurig streckt der Kerzenknöterich Bistorta amplexicaulis ‚Speciosa‘ seine Blüten nach oben und das Weinlaub am Sitzplatz färbt sich und fällt schon…

 

Vereinzelt blühen die englischen Rosen, sogar der einmalblühende Rambler ‚Francois Juranville‘ zeigt hier und da neue Blüten…

 

In den Staudenbeeten fangen nach und nach die unterschiedlichen Herbstastern an zu blühen. Damit locken sie unzählige Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten!

 

ach, und Zuwachs haben wir auch noch bekommen 😉 Pünktchen und Rehlein..

 

Hoffentlich gibt es noch ein paar schöne Tage, die dunkle Jahreszeit ist sonst so lang…..

Frühherbst – September im Garten

 

Der September hat nicht gerade warm und sonnig begonnen. Der Rasen wird nach den ersten kalten Nächten gar nicht mehr richtig trocken.  Umso mehr freuen wir uns, wenn nach dem Morgennebel doch noch die Sonne erscheint!

 

Am Teich ist es morgens besonders schön. Die weidenblättrige Sonnenblume Helianthus salicifolius wächst zwischen den Nachtkerzen Oenothera biennis ‚Grandiflora‘ schwungvoll dem Licht entgegen und die purpurfarbenen Blüten  des Wasserdosts Eupatorium fistulosum ‚Glutball‘ und ‚Riesenschirm‘ locken unzählige Insekten – eine wahre Wonne ist es, dem Summen und Brummen zu lauschen. Hier und da blühen noch ein paar gelbe Taglilien, zusammen mit den Purpur-Sonnenhüten ein Gedicht!

 

Die Rosen zeigen ihren zweiten Flor….sogar bei der einmal blühenden Ramblerrose ‚Francois Juranville‘ entdeckte ich heute zwei Blüten!

 

Im Staudengarten fangen die Herbstastern langsam an zu blühen…zusammen mit den Gräsern wird das ein optisches Spektakel werden, als September Geborene fasziniert mich der Herbst sowieso!

 

Wir wünschen Euch eine schöne Gartenwoche!

Das öffentliche Beet in Schweinfurt

Ihr erinnert Euch an das öffentliche Staudenbeet in Schweinfurt, das wir mit der Gesellschaft der Staudenfreunde (GdS) im Mai eingeweiht hatten?

Anfang Juli waren wir kurz dort, um uns das Beet mal wieder anzuschauen. Einige der Staudenfreunde pflegen das Beet. Ich finde, es ist alles gut eingewachsen und es hat sich gut entwickelt.

 

Mitte Juli hat Rainer Trost, unser Regionalleiter, die Schere gewetzt und Salbei und Lavendel geschnitten.  Jetzt sieht es wieder tipptopp aus!

Halbzeit im Garten

 

Zwischendurch habe ich das Gefühl, es wird Herbst…Vielleicht liegt es am Wetter, aber diese krassen Gegensätze machen mich irgendwie fertig. Entweder regnet es wie aus Eimern oder die Sonne sticht – egal! Wir schauen mal, wie es bei uns im Garten aussieht.

Am Teich kommen jetzt Helianthus salicifolius und das Eupatorium in Fahrt….

 

Unser Wein legt zu. Die Triebe haben wir inzwischen eingekürzt und die Trauben schön verpackt. Das ist ein prima Schutz vor Wespen und sonstigem Getier. Für die Vögel haben wir hier und da noch ein paar Beeren gelassen 😉

Im Obstgarten sind Erdbeeren, Josta-Beeren, Johannisbeeren rot und schwarz und Stachelbeeren bereits geerntet und verarbeitet. Kirschen fielen dem Frost zum Opfer, aber unsere liebe Dora hat glücklicherweise auf ihrer Streuobstwiese noch zwei Bäume, die ganz gut trugen.  Also rauf auf den Baum und Kirschen gepflückt!  Himbeeren ernten wir laufend und die Brombeeren sind noch nicht soweit….Dafür fiel schon allerhand an Gemüse an: Erbsen, Kohlraben, die ersten Wirsingköpfe, Blumenkohl, Melde und Mangold sind schon im Kälteschlaf. Zwiebeln, rot und gelb hängen in Säcken in der Scheune. Erste Gurken und Tomaten sind reif und vom Salat mag ich gar nicht erzählen…..

 

Im Staudengarten merkt man deutlich die Umpflanzaktion im letzten Jahr. Alles braucht länger und immer wieder kontrollieren wir, ob alles auch überlebt hat 😉  Insgesamt  aber sind wir bisher zufrieden und notieren aber auch schon wieder, wo Änderungen nötig sind. So haben wir jetzt noch Hemerocallis ins Beet gepflanzt, weil Anfang Juli nicht all zuviel blüht…

 

 

Der Gräserpfad sieht schon vielversprechend aus……wir hatten keine Ausfälle und sind auch froh über den Regen der letzten Wochen!

 

Beim nächsten Mal treffen wir uns im Hof und schauen uns den Duft-und Kräutergarten , das Herbstbeet und das Schattenbeet an.

Und denkt daran:  Auch die Pause gehört zur Musik!

Sommer, Sonne, Trockenheit

Wer kennt das nicht? Kaum hat das Thermometer die 25° Marke überschritten, fangen wir schon an zu klagen: es ist alles so trocken……ich komme kaum noch mit dem gießen nach……

Wir alle sind gefordert, Wasser nicht unnötig zu verplempern, sondern sorgsam damit umzugehen. Wir sammeln das Regenwasser in diversen Regenfässern und sind in der glücklichen Lage, einen Brunnen zu haben. Im trockenen Sommer ist er aber nicht so ergiebig.

 

Das Wichtigste ist, in seinem Garten nur das zu pflanzen, was ohne große Pflegemaßnahmen zu kultivieren und Standort gerecht ist.                                                        Innerhalb der Fränkischen Trockenplatte,  bedeutet das, Trockenheit liebende oder – verträgliche Stauden zu setzen. Im Garten sind das z.B. verschiedene Sedum (Dickblattgewächse), Monarde (Indianernessel) , einige Gräser, Hemerocallis (Taglilien), Lilium (Lilien), Achillea (Schafgarbe), mediterrane Kräuter wie Salbei, Thymian, Rosmarin etc. Wir kaufen daher unsere Pflanzen beim Fachmann, in diesem Fall einem guten Staudengärtner, bei dem wir uns auch gern beraten lassen.

Natürlich versorgen wir im ersten Jahr alle Pflanzen mit dem nötigen Wasser. Jedoch sollte man sich hüten, sie zu verwöhnen. Rosen beispielsweise wurzeln tief. Benötigen sie Wasser, zwingen ihre Wurzeln sie, sich tiefer die nötige Feuchtigkeit zu holen.  Stauden, die morgens schon schlapp aussehen, brauchen Wasser. Sehen sie gut aus, also morgendliche Frische zeigen, gießt man sie nicht!

Im Küchengarten sieht es schon anders aus, da die Gemüse und Salate nur einige Wochen in der Erde sind und in dieser Zeit genügend Nährstoffe und Wasser benötigen, um vernünftig zu wachsen und den Gärtner bei der Ernte erfreuen 😉

Bei Fruchtgemüsen, wie Tomaten, Paprika, Zucchini und Auberginen, die eine lange Kulturzeit haben und auch ausreichend Wasser benötigen, haben wir Pflanztöpfe mit eingesetzt. Hier hinein gießen wir das kostbare Nass, es gelangt schneller und zielsicher an die Wurzeln!  An der Oberfläche gegossen, trocknet es schneller und versickert auch an den Stellen, die nicht bepflanzt sind.

 

Kommt gut durch die heißen Tage und vergesst nicht zu trinken 😉