Nach der Ernte kommt der Genuss

 

Was der Frühling nicht sät,
kann der Sommer nicht reifen,
der Herbst nicht ernten,
der Winter nicht genießen.

Johann Gottfried von Herder

 

In den ersten Jahren unseres Blogs haben wir viel öfter über unseren Küchengarten berichtet. Mittlerweile sät, pflanzt und erntet man so nebenher, daher möchten wir Euch heute zeigen, was die relativ kleine Fläche im Laufe des Jahres bringt…und uns ein ganzes Jahr versorgt.  Vieles haben wir gar nicht fotografiert und einiges steht auch noch im Garten

Hier die Monate Mai und Juni…kommt mit in den Garten!

 

im Juli….

 

im August….

 

im September…..

 

im Oktober…….

 

Wir sind dankbar und freuen uns jetzt auf die Zeit, in der wir all diese Dinge genießen können. Die Sämereien für die kommende Saison stehen schon wieder bereit 😉

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Familienzuwachs im Hühnerstall

Seit einiger Zeit hatten wir schon darüber nachgedacht, noch ein, zwei Hühner dazu zu kaufen. Am vergangenen Freitag war wieder Markttag und so fuhren wir in aller Frühe dorthin.  Neben Schlachtgeflügel gibt es dort auch lebende Gänse, Enten und Hühner. Es dauerte nicht lange und wir hatten uns zwei Hühner ausgesucht. Diesmal zwei mit dunklem Gefieder: eine Bovans – und eine Rhodeländer-Legehenne.

 

Zu Hause angekommen, setzten wir sie zunächst in einen ausgedienten Holzkomposter, etwas abseits von den anderen Hühnern und gaben ihnen Wasser und Futter.  Am Abend setzten wir sie dann auf die Schlafstange.

 

 

Es dauerte einige Tage, bis Emma und Berta ihre neuen Familienmitglieder halbwegs akzeptierten, vor allem Emma hat die beiden ganz schön gezwickt und geärgert! Inzwischen haben sie sich aber aneinander gewöhnt und Caruso widmet sich nur zu gern den neuen Damen Zita und Martha.

 

Um den Hühnern etwas mehr Freiraum zu schaffen, sind wir dabei, Zäune zu bauen und ihnen freien Zugang zum Teich und zum Gehölz zu schaffen, aber den Zugang zum vorderen Garten zu versperren.

Was gibt’s Neues im Küchengarten?

Für uns ist 2016 bisher ein gutes und erfolgreiches Jahr im Gemüsegarten. Es gab genug Regen und so konnte alles gut anwachsen und gedeihen.

 

Erbsen, Weißkohl, Wirsing, Blumenkohl und Möhren, sowie Buschbohnen, Mangold und Zwiebeln sind teilweise geerntet, bereits verarbeitet und liegen im Lagerkeller oder in der Tiefkühltruhe. Gurken und Zucchini ernten wir laufend. Diesmal habe ich mich für die Sorte ‚Trombetta di Albenga‘ entschieden, weil sie ihre Samen am Ende in einer kleinen Samenhöhle verbirgt und somit das Fruchtfleisch fest und knackig bleibt.

 

Stachelbeeren, Johannisbeeren rot und schwarz, Josta-Beeren und Kirschen konnte ich auf den Punkt ernten. Jetzt sind schon die Sommeräpfel reif und die ersten Birnen und Zwetschgen. Ach ja, von Himbeeren und Brombeeren ganz zu schweigen – die wandern sofort ins Eis 😉

 

und was machen Tomate, Paprika, Auberginen, Fenchel und Co.??? Sie stehen gut da, den Fenchel hatte ich sehr spät ausgesät, aber das rentiert sich…er braucht viel, viel Wärme, wie auch die Auberginen.

 

Kräuter wie Bohnenkraut, Salbei, Oregano und Thymian sind getrocknet und in diesem Jahr habe ich es sogar mit Liebstöckel versucht. Ich finde, er hat auch getrocknet ein gutes Aroma. Nichtsdestotrotz friere ich auch immer etwas ein.

Ich finde, wir haben das in diesem Jahr zeitlich ganz gut organisiert. Schließlich wollen wir ja auch etwas genießen…..sei es mit lieben Freunden oder allein.

Im Wonnemonat Mai

Endlich ist er da, der Mai! Sonnig, mit etwas frischem Wind, das liebe ich ❤  Der Teich ist inzwischen fertig geworden: Folie geschickt versteckt und ein paar Steine aus der Region verteilt, so sieht das Ganze doch schon passabel aus!

Heute haben wir verschiedene Iris für die Flachwasserzone erhalten, die wir vorher bestellt hatten. Die Iris werden ohne Erde, 5 cm unter Wasser in ungewaschenem Kies eingesetzt. Vorstellen werden wir sie, sobald sie blühen.

 

Im Gewächshaus wachsen allerlei Gurken und Zucchini heran. Einige Tomaten warten noch auf ihren Platz im Freien, während Paprika, Auberginen, Artischocken und der größte Teil der Tomaten bereits im Garten weiter wächst, abends aber mit Haube ;-). Einiges an Sommerblumen wartet auf’s Pikieren und verschiedene Salatsorten keimen schon.

 

Wir genießen jetzt den Garten, täglich verändert er sich in Wachstum und Farbe. Am schönsten finden wir in ganz früh morgens oder aber in den frühen Abendstunden….

November im Garten

Noch im Oktober hatten wir auf der Streuobstwiese des Nachbarn Äpfel gesammelt. Es sind wohlschmeckende Sorten, die uns bis auf den Himbeerapfel und Cox Orange leider nicht bekannt sind. Bis auf die Lageräpfel haben wir etwa 100 kg zur Kelterei ins Nachbardorf gebracht. Mit feinstem Apfelsaft aus eigener Ernte sind wir jetzt bestens versorgt. Aus 30 ltr. machen wir Cidre – darüber später mehr…

 

Wer hätte das gedacht? Nach einem goldenen Oktober folgt ein sonniger und warmer November, bestes Gartenwetter! Im Küchengarten ist immer noch einiges zu tun. Lauch, Sellerie und Salate bleiben noch in den Beeten.  Den letzten Neuseeländer Spinat und die letzten Möhren sind abgeräumt. Wegen der vielen Mäuse in diesem Jahr möchte ich nicht zuviel stehen lassen. Nach dem Abräumen der Hochbeete wird Erde aufgefüllt. Steckzwiebeln sind schon wieder gesetzt und Möhren werden wir in den nächsten Tagen säen, möglichst kurz vor dem Frost. Damit hatten wir gute Erfahrungen!

 

Im Staudengarten sind es vor allen Dingen die Gräser, die jetzt punkten. Wir nutzen noch möglichst jeden trockenen Tag und jede Stunde im Garten…….

Spätsommer oder schon Frühherbst??

Die Reife der Frühäpfel, der Frühzwetschge und die Blüte der Herbst-Anemonen  verkünden den Spätsommer. Die einsetzende Reife der Holunderbeeren und die Blüte der Herbstzeitlosen, von einem FB-Freund neulich in den Haßbergen fotografiert, melden den Frühherbst. Auch bei uns finden wir die untrüglichen Anzeichen….

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Der Frühapfel ‚Jakob Fischer‘ ist schon abgeleert, die meisten sind bereits wegen der Hitze und Dürre abgefallen. Diese Äpfel kann man nur ein paar Tage lagern, danach werden sie mehlig. Am besten schmecken sie, wenn sie pflückreif sind. Ich habe Apfelkuchen gebacken und eingefroren und auch einige Behälter mit Apfelmus und Kompott eingefroren. Zum Mosten eignen sie sich nicht gut, die Keltereien nehmen sie nicht.

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Die Zwetschgen ernten wir jetzt, täglich etwa 5 -7 kg, bei mehr Gewicht streikt  die Tiefkühltruhe! Nach und nach kann ich dann später bei trübem Wetter Pflaumenmus kochen 😉

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An Gurken und Zucchini herrscht immer noch kein Mangel! So schnell wie sie wachsen, kann ich sie kaum verarbeiten. Wie unterschiedlich doch die Jahre sind…

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Am vorletzten Sonntag dann kamen dann Achim und Volker zu uns. Wir hatten sie ja bereits vor einiger Zeit in ihrem Garten besucht. Bei wieder traumhaft hohen Temperaturen haben wir jetzt unseren Garten gezeigt. Bei Apfelkuchen und Sahne in der Gartenlaube ging die Zeit wieder sehr schnell vorbei! Zu schön, wenn man seine Gartenlust teilen kann! Ein hübsches und praktisches Mitbringsel ziert jetzt meine Küche 😉 – eine Knoblauchdose!!! Wir werden uns sicher im nächsten Jahr wieder sehen!

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Und was machen unsere Hühner bei dem Wetter?? Da Tiere schlau sind, verkrümeln sie sich in den Schatten (genau wie ich jetzt 😉 )……

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Stippvisite in Achims Garten

Etwa vierzehn Tage später waren wir bei Achim und Volker eingeladen. Seit dem Frühjahr freuten wir uns schon darauf, endlich ihren üppigen Garten zu sehen. Es war recht warm, als wir das Ziel erreichten. Zuerst konnten wir unter der riesigen Haselnuss den köstlichen Rhabarberkuchen genießen und zwanglos plaudern. Anschließend ging es, wegen einsetzendem Regen, mit Schirm in den Garten. Wie so oft, waren es aber nur ein paar Tropfen! Seht selbst, wie schön sein Gartenparadies ist..

Die Zeit verging wie im Flug und gegen Abend fuhren wir noch zu den Karpfenweihern der beiden – ich sag nur „volles Programm“

Schaut doch mal bei Achim rein – es lohnt sich: achimsgarten.blogspot.de