Saure-Gurken-Zeit im Garten??

Natürlich nicht – auch im Garten gibt es ja immer etwas zu entdecken…Ihr erinnert Euch, dass wir im März einige Rosen aus  Sangerhausen mitgebracht hatten? Wir haben sie natürlich gleich eingepflanzt und sie in der trockenen und heißen Zeit  immer mit einer Ration Wasser bedacht!

Darf ich vorstellen?

Das ist Miranda, Rosa damascena (De Sansal 1869). Sie wächst aufrecht bis 1,5 m groß. Ihre Blüten sind wetterunempfindlich, schalenförmig und duften! Sie blüht im Herbst nach und ist sehr winterhart!

 

Kronprinzessin Viktoria , Rosa borbonica, Späth 1888,  (Sport von Souvenir de la Malmaison) Ihre creme-weißen Blüten sind stark gefüllt, haben eine gelbliche Mitte und duften sehr gut. Sie wird bis zu 1 m groß, blüht öfter und ist gut winterhart.

 

Marie Dermar, Noisette, Züchter Rudolf Geschwind 1889. Sie kann bis zu 3 m hoch werden und hat stark gefüllte, geviertelte Blüten mit gelben Staubgefäßen. Sie verströmen einen sehr angenehmen Duft. Sie blüht recht lange von Juni bis zum Frost.

 

Der einzige Herr der Gesellschaft, Prince Charles, konnte sich noch nicht aufraffen….er bekommt also die Extra-Wurst!

Bis bald!! Drückt die Daumen für besseres Wetter in den nächsten Wochen!!

Zeit der Rosen

Angst und Bange wurde mir nach dem kurzen Frost im April. Wie das wohl im Mai/Juni aussehen würde?

Das ist die Antwort 😉

Hier sind Rosa gallica ‚Splendens‘ und Rosa alba ‚Suaveolens‘ im Bild….

 

 

‚May Queen‘  im Übergang vom Küchengarten zum Sitzplatz….

 

 

Um den Sitzplatz gepflanzt: Rose de Resht,  Gussenstädter Désiree,  Aimable Amie…..

 

 

Sicht auf den Rosengarten von der Scheune aus gesehen….noch sind die meisten Knospen geschlossen

 

 

Ganz versteckt liegt der Rosengarten im hinteren Bereich des Gartens…

 

 

und es gibt immer noch mehr schöne Plätze für Rosen……..

Gartenbesuche auf der Rückreise

Am Sonntag ging es wieder zurück. Unser Facebook- und Gartenfreund Christian H. hatte uns eingeladen, seinen Garten zu besuchen, er stand schon lange auf unserer Wunschliste. So fuhren wir gemeinsam mit Andreas L.  zum Naturpark Hoher Fläming in Brandenburg, wo unser Ziel lag.

Dieser Garten ist ein wunderbarer, großer Sammlergarten.  Von Galanthus über Helleborus bis zu Gräsern und Gehölzen – hier kann man sich zu den entsprechenden Zeiten nicht satt sehen! Jetzt waren noch Helleborus in voller Blüte, wunderbare Schönheiten, die er zusammengetragen hat.  Und dann sah ich zum ersten Mal Sequoiadendron giganteum, einen Riesenmammutbaum und Fagus sylvatica ‚Purpurea Pendula‘, eine riesige Schwarzrote Hängebuche! Rundherum unterhaltsam war der Gang durch den 5000 qm großen Garten, weil Christian uns zu diesem oder jenem Gewächs entsprechende Geschichten erzählen konnte! Bestimmt werden wir den Garten noch einmal zu einer anderen Jahreszeit ansehen!

Hier geht es zu Christians Garten-Blog: http://gruenistoben.blogspot.de/

 

Dann ging es weiter in Richtung Südharz, wo Andreas sein Zuhause hat.  Wir kennen uns schon eine ganze Weile über Facebook, wo ich schon immer Fotos seiner riesigen Rosensammlung bewundern konnte. Nicht gerade jetzt die richtige Zeit um Blüten zu bewundern, aber  schon allein die Anlage seines Gartens, die Vielzahl von Frühjahrsblüher und Rosen anschauen zu können, waren Grund genug. Ganz bestimmt werden wir uns seine Rosenschätze zu gegebener Zeit anschauen!!

 

Es war rundherum eine gelungene Reise, die glücklicherweise noch vom Sonnenschein gekrönt wurde. Besonders gefreut haben wir uns, zwei bisher virtuelle Freunde jetzt auch persönlich kennengelernt zu haben!

Neues Projekt, neue Beete und weniger Rasen

So recht zufrieden waren wir nach den Umpflanzungen in den Staudenbeeten noch nicht: Die Baumscheiben waren ständig trocken und der Rasen ringsherum war eigentlich alles andere als der Name vermutet.  Noch im Spätherbst planten wir die Vergrößerung der Baumscheiben und dachten über geeignete Bepflanzung nach……

 

In der vergangenen Woche haben wir zunächst einmal abgesteckt

 

Dann wurden die Grassoden entfernt und die Erde gelockert….

 

Für die Bepflanzung möchten wir vorwiegend Blattschmuck-Stauden einsetzen. Wir greifen zunächst aber aus Kostengründen auf Vorhandenes zurück. Bergenia cordifolia, Geranium x cantabrigiense ‚Biokovo‘ , Helleborus, Alchemilla mollis,  Hemerocallis, Gräser, Dianthus und Staudenpäonien.

Jedes Beet soll eine Verbindung zu dem nächstgelegenen Beet herstellen:

 

Jetzt ist nicht alles perfekt, aber die Flächen werden jetzt begrünt. Nach und nach werden wir die Bepflanzung ergänzen und auf jeden Fall im Herbst Schneeglöckchen und Krokus pflanzen.

Neue Rankgerüste für alte Rosen

Das Europa-Rosarium Sangerhausen beherbergt die größte Rosensammlung weltweit! Mehr als 8500 Rosensorten sind hier zu sehen. In der letzten Woche bekam ich über die Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V. eine Information:                                           „Zur Erhaltung unseres Rosensortimentes müssen jährlich zahlreiche Rosen nachveredelt und gepflanzt werden. Nach diesen Arbeiten bleiben häufig Rosen-Raritäten in Kleinststückzahlen übrig. Hier handelt es sich um Sorten, welche oft im Handel nur noch schwer zu bekommen sind. Wir wissen, dass sich unter den Rosenfreunden einige Liebhaber und Sammler solcher Raritäten befinden. In diesem Jahr können wir Ihnen eine große Anzahl von Rosen anbieten………“

Wir hatten zur Straße hin entlang des Zaunes eine Reihe Rosen gepflanzt, darunter 4 Strauchrosen, die vom Vorbesitzer offenbar in den 80 er Jahren gepflanzt wurden: Öfter blühend, gesundes Laub, einwandfreie, große Blüte, starr hochwachsend und ohne Duft…Schon im vergangenen Jahr gefiel uns ihr Habitus nicht im Zusammenspiel mit der Alba-Rose, der Bourbon-Rose und der englischen Austin-Rose.

 

Die Gelegenheit, sie jetzt im Frühjahr gegen historische Rosen zu tauschen, nahmen wir gleich wahr! So bestellte ich folgende Rosenschätze:

Kronprinzessin Viktoria (Volvert; Späth 1888) Bourbon, ca. 0,80 m
Prince Charles (Hardy um 1842) Bourbon Hybr., ca. 1,50 m
Marie Dermar (Geschwind 1889) Noisette Hybride, bis 3 m
Miranda (de Sansal 1869) Portland, bis 1,50 m

Aus Eichenholz bauten wir jetzt neue Rankgerüste, da auch die ‚Königin von Dänemark‘ so tüchtig zugelegt hat, dass wir sie etwas stützen müssen. Im vergangenen Jahr hatten wir aus Ästen und Rebschnitt ein Rankgerüst gebaut – leider haben wir nicht immer soviel Schnittholz, möchten aber nach vorn schon ein einheitliches Bild, so dass wir das Rankgerüst vom letzten Jahr für eine Rose im Hof nutzen werden.

 

Bis zur Pflanzung ist noch Zeit. Bei längerem Sonnenschein können wir aber schon einige Gartenarbeiten verrichten, wie Rebschnitt, Obstbaumschnitt und Staudenschnitt. Zeit für einen Kaffee an der frischen Luft gibt es auch 😉