Nach der Ernte kommt der Genuss

 

Was der Frühling nicht sät,
kann der Sommer nicht reifen,
der Herbst nicht ernten,
der Winter nicht genießen.

Johann Gottfried von Herder

 

In den ersten Jahren unseres Blogs haben wir viel öfter über unseren Küchengarten berichtet. Mittlerweile sät, pflanzt und erntet man so nebenher, daher möchten wir Euch heute zeigen, was die relativ kleine Fläche im Laufe des Jahres bringt…und uns ein ganzes Jahr versorgt.  Vieles haben wir gar nicht fotografiert und einiges steht auch noch im Garten

Hier die Monate Mai und Juni…kommt mit in den Garten!

 

im Juli….

 

im August….

 

im September…..

 

im Oktober…….

 

Wir sind dankbar und freuen uns jetzt auf die Zeit, in der wir all diese Dinge genießen können. Die Sämereien für die kommende Saison stehen schon wieder bereit 😉

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Spätsommer im Küchengarten

Ende August und die Ernte läuft auf Hochtouren…täglich werden Tomaten gedörrt, gekocht oder eingefroren., Zucchini und Auberginen eingelegt, eingefroren oder gegrillt.

Unsere Zwetschgen sind in diesem Jahr vielfach voller Würmer, die Birnen machen Pause und die Äpfel fallen zeitweise angefault herunter. Wir hoffen auf die späten Äpfel…Wir wollen aber nicht klagen, es gab Erdbeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren und jetzt noch reichlich Himbeeren, Brombeeren und Holunder.

Was an Obst fehlt, gibt es heuer an Gemüse…Kohlrabi, Wirsing, Buschbohnen, Mangold, Gelbe Melde waren schon sehr gut, sogar ein paar dicke Brummer von Kartoffeln! Jetzt kommen noch Stangenbohnen, Möhren, Pastinaken, Lauch, Rotkohl, Palmkohl, Fenchel, Paprika…..und Rote Beete. Also packen wir es an, es gibt viel zu tun!

Ach ja, die Quitte hängt voll – da werde ich mir überlegen, was ich daraus Schönes zaubern kann.

Besonders gut und reichlich…Fliegen, Stechmücken usw……wir haben gerade Fliegenfenster in Auftrag gegeben, es ist nicht mehr zum aushalten 😦

Dennoch – all das möchte ich nicht missen! Wünsche Euch schöne Gartentage!

 

Sommer, Sonne, Trockenheit

Wer kennt das nicht? Kaum hat das Thermometer die 25° Marke überschritten, fangen wir schon an zu klagen: es ist alles so trocken……ich komme kaum noch mit dem gießen nach……

Wir alle sind gefordert, Wasser nicht unnötig zu verplempern, sondern sorgsam damit umzugehen. Wir sammeln das Regenwasser in diversen Regenfässern und sind in der glücklichen Lage, einen Brunnen zu haben. Im trockenen Sommer ist er aber nicht so ergiebig.

 

Das Wichtigste ist, in seinem Garten nur das zu pflanzen, was ohne große Pflegemaßnahmen zu kultivieren und Standort gerecht ist.                                                        Innerhalb der Fränkischen Trockenplatte,  bedeutet das, Trockenheit liebende oder – verträgliche Stauden zu setzen. Im Garten sind das z.B. verschiedene Sedum (Dickblattgewächse), Monarde (Indianernessel) , einige Gräser, Hemerocallis (Taglilien), Lilium (Lilien), Achillea (Schafgarbe), mediterrane Kräuter wie Salbei, Thymian, Rosmarin etc. Wir kaufen daher unsere Pflanzen beim Fachmann, in diesem Fall einem guten Staudengärtner, bei dem wir uns auch gern beraten lassen.

Natürlich versorgen wir im ersten Jahr alle Pflanzen mit dem nötigen Wasser. Jedoch sollte man sich hüten, sie zu verwöhnen. Rosen beispielsweise wurzeln tief. Benötigen sie Wasser, zwingen ihre Wurzeln sie, sich tiefer die nötige Feuchtigkeit zu holen.  Stauden, die morgens schon schlapp aussehen, brauchen Wasser. Sehen sie gut aus, also morgendliche Frische zeigen, gießt man sie nicht!

Im Küchengarten sieht es schon anders aus, da die Gemüse und Salate nur einige Wochen in der Erde sind und in dieser Zeit genügend Nährstoffe und Wasser benötigen, um vernünftig zu wachsen und den Gärtner bei der Ernte erfreuen 😉

Bei Fruchtgemüsen, wie Tomaten, Paprika, Zucchini und Auberginen, die eine lange Kulturzeit haben und auch ausreichend Wasser benötigen, haben wir Pflanztöpfe mit eingesetzt. Hier hinein gießen wir das kostbare Nass, es gelangt schneller und zielsicher an die Wurzeln!  An der Oberfläche gegossen, trocknet es schneller und versickert auch an den Stellen, die nicht bepflanzt sind.

 

Kommt gut durch die heißen Tage und vergesst nicht zu trinken 😉

Endlich Regen…..

Der letzte Tag im April brachte uns ganztägig Sonne, am Maifeiertag noch für ein paar Stunden, aber ab abends kam dann der lang ersehnte, große Regen: 35 Liter innerhalb 24 Stunden, das haben wir lange nicht mehr erlebt! Alle Fässer sind voll, der Teich ist randvoll und Garten und Gärtner freuen sich gleichermaßen!

Am Teich freuen sich Iris und Taglilien über Nass von oben und unten….

 

Im Schattenbeet der Weinlaube scheinen Hosta und Co. förmlich  zu explodieren….

 

Im Küchengarten weiß ich nicht, was schneller wächst: Gemüse oder Unkraut 😉  Sobald der Regen nachlässt, heißt es wieder zupfen!

 

Die Tulpen sind bestimmt um 20 cm gewachsen und die Dichternarzissen öffnen ihre Blüten……..

 

und ich schaue ständig aus dem Küchenfenster, obwohl der Brotteig auf mich wartet!

Aussaat, Rebschnitt und Brotbacken

Der Februar ist eigentlich ein kurzer Monat, aber mit der Geduld hapert es momentan besonders bei mir…

Vor 10 Tagen habe ich mit der Aussaat begonnen. Artischocken und Paprika waren die ersten Kandidaten…

 

Jetzt stehen sie am Fenster meines Büros im Obergeschoss. In einigen Tagen werden sie ins kalte Gewächshaus umquartiert, schön in Styroporkisten, damit sie sich nicht verkühlen 😉 Heute habe ich Auberginen, Lauch, Stangensellerie, Wirsing, Spitzkohl, Palmkohl und Rotkohl gesät. Sobald die ersten Blättchen sichtbar sind, kommen auch sie ins Kalte. Im letzten Jahr habe ich damit gute Erfolge gehabt!

Draußen ist noch nicht viel zu machen. Stauden sind geschnitten, Gräser und Rosen haben noch Zeit!  Die Weinreben sind z. Teil geschnitten, dafür soll es trocken und möglichst sonnig sein…

 

Vor einiger Zeit habe ich das Backen angefangen…Brot und Brötchen. Ich habe einige Rezepte ausprobiert und zeige Euch hier mal die Ergebnisse…

 

Ich backe momentan mit Hefe, etwa 20 Gramm auf ein Kilo Mehl. Beim Mehl mische ich Weizenmehl Typ 550 und Weizenvollkornmehl und meist auch 100-200 g Hartweizengrieß, alles zusammen um ein Kilogramm. Hefe wird mit Wasser und einer Prise Zucker angerührt und ruht etwa 10 Minuten. Zum Mehl füge ich noch 1-2 TL Salz und Körner und Gewürze nach Wahl hinzu. In eine tiefe Kuhle gieße ich dann die Hefe und knete alles zusammen mit etwa 700 ml Wasser. Nach etwa 10 Minuten kommt der Teig in eine Glasschüssel, wird abgedeckt und ins Kalte gestellt. Bei mir ist es der Vorrat mit aktuell 10-12°. Dort hat der Teig eine 12 stündige Nachtgare…

 

Am nächsten Tag knete ich den Teig kurz durch und forme entweder Brötchen oder Brot. Bis zum Backen bei 230° dürfen sie noch 1-2 Std. gehen. In den Herd stelle ich eine Edelstahlschüssel, die sich mit aufheizt. Bevor ich das Brot oder die Brötchen in den Ofen schiebe, schütte ich eine Tasse Wasser in die heiß gewordene Schale und schöner Wasserdampf entsteht! Während des Backens nehme ich noch die Sprühflasche zur Hand, je mehr Dampf umso besser!  Backzeit für das Brot etwa 40 Minuten, Brötchen etwa 25 Minuten.  Ich rate jedem, sein eigenes Rezept auszuprobieren und ein wenig mit den Zutaten zu spielen 😉   Wir kaufen keine Brötchen oder Brot mehr…nur noch im Notfall!

Was gibt’s Neues im Küchengarten?

Für uns ist 2016 bisher ein gutes und erfolgreiches Jahr im Gemüsegarten. Es gab genug Regen und so konnte alles gut anwachsen und gedeihen.

 

Erbsen, Weißkohl, Wirsing, Blumenkohl und Möhren, sowie Buschbohnen, Mangold und Zwiebeln sind teilweise geerntet, bereits verarbeitet und liegen im Lagerkeller oder in der Tiefkühltruhe. Gurken und Zucchini ernten wir laufend. Diesmal habe ich mich für die Sorte ‚Trombetta di Albenga‘ entschieden, weil sie ihre Samen am Ende in einer kleinen Samenhöhle verbirgt und somit das Fruchtfleisch fest und knackig bleibt.

 

Stachelbeeren, Johannisbeeren rot und schwarz, Josta-Beeren und Kirschen konnte ich auf den Punkt ernten. Jetzt sind schon die Sommeräpfel reif und die ersten Birnen und Zwetschgen. Ach ja, von Himbeeren und Brombeeren ganz zu schweigen – die wandern sofort ins Eis 😉

 

und was machen Tomate, Paprika, Auberginen, Fenchel und Co.??? Sie stehen gut da, den Fenchel hatte ich sehr spät ausgesät, aber das rentiert sich…er braucht viel, viel Wärme, wie auch die Auberginen.

 

Kräuter wie Bohnenkraut, Salbei, Oregano und Thymian sind getrocknet und in diesem Jahr habe ich es sogar mit Liebstöckel versucht. Ich finde, er hat auch getrocknet ein gutes Aroma. Nichtsdestotrotz friere ich auch immer etwas ein.

Ich finde, wir haben das in diesem Jahr zeitlich ganz gut organisiert. Schließlich wollen wir ja auch etwas genießen…..sei es mit lieben Freunden oder allein.