Geheimnisse aus dem Klostergarten in Fulda

Das gleichnamige Buch, von Christa Weinrich OSB, hatte uns neugierig gemacht. Die Erfahrungen mit dem biologischen Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern hatte uns angeregt, die Kräuterschnecke neu anzulegen. Auch die Kompostierung haben wir inzwischen umgestellt auf die Methode der Abtei und ihrem Kräuterpulver Humofix. Erste eigene Erfahrungen mit ihrer Methode mit Krankheiten und Schädlinge im Garten umzugehen haben wir gesammelt. Wir haben verschiedenen Brühen und Jauchen angesetzt und die befallenen Pflanzen gekräftigt, bzw. ihre Kräfte vorsorglich zu stärken.

Jetzt wollten wir uns vor Ort ein Bild vom Klostergarten machen. Christa Weinrich OSB selbst hat unsere Besuchergruppe durch den 2000 qm großen Klostergarten im barocken Zentrum Fuldas geführt. Schon die Begrüßung der Gruppe auf einer kleinen Obstwiese faszinierte das Auditorium, waren doch die mittelhohen Apfelbäume voll mit  gesunden Äpfeln der Sorte Jonathan. Eine wichtige Aussage gleich vorweg: ein gesunder Boden ist das Wichtigste für gesunde Pflanzen!

Wir folgten in einen ersten Gemüsegarten. Dieser war klassisch als Viereck mit Wegekreuz gestaltet, in der Mitte eine Rose. Überraschend war die Einfassung mit Bohnenkraut. Das aromatisch duftende Kraut war zum Teil schon geerntet. Wir erfuhren, dass dieser Duft viele Schädlinge stört und so die Gemüsepflanzen sicher waren. Eine weitere Überraschung waren die dekorativen, hohen Spargelpflanzen im Hintergrund. Dieser grüne Spargel ist nicht so aufwändig, intensiver im Geschmack und obendrein auch inhaltsvoller und gesünder.

Dann ging es zum Kräutergarten, hier waren die Beete mit 20 cm hohen Brettern gefasst, so das jede Heilpflanze ihren festen Platz hatte. Schon der Gründer des Gartens der Insel Reichenau hatte in Fulda seine Kenntnisse über die Heilwirkung erfahren.

So folgte das Auditorium wissenshungrig zum nächsten „Garten“ hier wuchsen Erdbeeren, es ging weiter an der Kräuterschnecke vorbei zum Tomatenfeld, dass ohne Überdachung auch die herrlichsten Früchte trug. Dazwischen immer Kräuter wie Salbei, Bohnenkraut, reichlich Amaranth in allen Schattierungen, besonders die dunkelroten Blüten waren auffallend.

Zum Schluß beruhigte uns Christa Weinreich am Rosenbeet noch, dass um diese Jahreszeit der Rosenrost durchaus normal sei. Sollte er im Mai-Juni auftreten wären Gaben von Schachtelhalmbrühe zur Stärkung der Rosen richtig. Das Silicium des Schachtelhalm stärkt das Zellgewebe der Pflanze. Eine Erfahrung, die wir bestätigen können.

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3 Gedanken zu “Geheimnisse aus dem Klostergarten in Fulda

      • Ich finde es beeindruckend, wie sehr Ihr Euch mt Eurem Garten und den unzähligen Möglichkeiten darin auseinandersetzt. Und so ein Klostergarten ist einfach immer eine klasse Sache, denke ich. Da steckt so viel Wissen drin, das kriegt man sonst kaum so geballt mit.

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