Rose trifft Natur – ein Bio-Rosengarten – Vortrag bei der GdS

Seit Jahresbeginn sind wir Mitglied im GdS – Gesellschaft der Staudenfreunde. Hier findet man qualifizierten Erfahrungsaustausch mit Staudenfreunden, Vorträge, Reisen und Gelegenheit zum Austausch von Saatgut und Pflanzen.

Am Sonntag, dem 16. Februar 2014 war unser erstes Treffen mit den Rosenfreunden und Staudenfreunden der Regionalgruppe Unterfranken! Heiko Hübscher, Gärtnermeister und Leiter des Rosengartens Zweibrücken, hat uns vieles über unter biologischen Gesichtspunkten gepflegte Rosen erklärt! Selbst für „alte Hasen“ ein höchst interessanter Vortrag, der ca. 2,5 Std. dauerte!

Hier ein Gedächtnisprotokoll:

  • Häufige Missverständnisse bzgl. des Schrägschnittes: Soll gerade geschnitten werden, da die Schnittfläche dann kleiner ist und schneller zuwachsen kann und damit weniger empfindlich für Pilzbefall.
  • Blühkraft lässt nach 5 – 6 Jahren nach. Verjüngungsschnitt anwenden! Altes Holz dicht über dem Boden abschneiden – neuer Austrieb folgt. Rosen sind robust!
  • Rosen an altem Standort neu pflanzen: mindestens 60 cm Aushub und Erde tauschen – nicht wieder für die Rosen verwenden.
  • Beim Umsetzen von Rosen Wurzeln einkürzen im gleichen Verhältnis wie die oberirdischen Pflanze.
  • Kletterrosen nicht als Peitschen hochwachsen lassen, sondern waagerecht führen z. B. wickeln, um senkrechte Triebe zu erhalten wie z.B. beim Wein. Auf diese Weise vermeidet man das Verkahlen im unteren Bereich.
  • Kein Rindenmulch! Der ph-Wert des Bodens wird ungünstig verändert. Offener Boden bevorzugt.
  • Zweizinkige Gabel zur Lockerung des Bodens (vierzinkige Gabel abflexen)
  • Rosenschnitt frühestens z. Forsythienblüte oder Kirschblüte durchführen..wenn überhaupt!
  • Historische Rosen erst im Juli/ August schneiden, wenn das Längenwachstum einsetzt.
  • Und – für die Laien hochinteressant – bei eingewachsenen Rosen braucht man nicht zu gießen (Tiefwurzler)!
  • Keinen mineralischen Dünger geben,  diese enthalten Salze und schädigen die Bodengesundheit und damit besonders die Regenwürmer. Die Rosen sollen selbst Wurzeln bilden und sich die Nährstoffe aus dem Boden holen!
  • Zur Gesundheit der Rose ist eine Stärkung des natürlichen Bodenlebens entscheidend.
  • Bei Krankheiten wie Sternrußtau hilft das Absammeln der befallenen Blätter. Diese dürfen nicht auf den Kompost, sondern in den Biomüll. Der Pilz ist trotzdem im Gehölz, kann aber durch eine Brühe aus Schachtelhalm, ab Mai gespritzt, im Zaum gehalten werden. Damit wird Kieselsäure gebildet, die die Pflanze vor Infektionen schützt.
  • Rosen sollen mindestens 5 Std. Sonne haben und einen luftigen Platz
  • Keine Ware aus dem Baumarkt, wenn man Qualität haben möchte. Am besten wurzelnackte Ware im Herbst pflanzen, das schont den Geldbeutel.
  • Die Königin möchte einen Hofstaat und keine Begleiter unter ihrem Rock – d. h. begleitende Stauden in ausreichendem Abstand und passender Wuchshöhe

Hier ein Link von der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde mit Ratschlägen von Heiko Hübscher

http://www.rosenfreunde.de/aktuell/pflegehinweise/

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10 Gedanken zu “Rose trifft Natur – ein Bio-Rosengarten – Vortrag bei der GdS

      • Ich liebe alles was blüht und wächst, sich vermehrt. Rosen, aber nur von der Ferne. Ich bin für die störenden Gewächse und den Kompost auch zuständig. Als solcher habe ich mich immer gegen Rosen gestreubt. Meine Frau beginnt den Garten für sich zu erobern und so habe ich ihr eine Kletterrose und einen Rosenstrauch am Stock geschenkt. Fragt mich nicht nach der Sorte, die weiß ich nämlich nicht. Ich bin eher für das Planzen von Büschen und Bäumen zuständig, und wie gesagt für das aufräumen. Die Tipps gebe ich weiter, sie werden sicherlich auf fruchtbaren Boden fallen. 🙂

  1. Danke für die Tipps, Sabine. Schachtelhalmtee nehme ich auch gern im Garten bei Gefahr von Pilzbefall. Ich habe nur eine Kletterrose auf der Terrasse, die aber ziemlich „mickert“. Ich kann noch nicht so recht mit Rosen umgehen. Dank Deiner Tipps könnte es ja mal was werden …

  2. Hello! We, in the Healing Garden, follow as best we can through the Google translator. Horsetail tea is a new and helpful recipe. Thank you. We have not been too fond of roses, because they can be difficult to grow. Recently, we have tested some David Austin roses.

    The Healing Garden is a public area. People, wind, dust, deer(!), and landscaping crewman with weed whackers: and we have found these roses durable, fragrant (or not), climbing or not as described, and in a variety of flower types and colors. Hardy. http://www.davidaustinroses.com/german/Advanced.asp.

    Thank you very much for including me in your discussions. — The Healing Garden gardener

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