Holunder – Sambucus nigra / vielfältige Leckereien und Hausapotheke

Ein alter Holunderstrauch – einer der wunderbarsten und leider heute viel zu wenig beachteten Sträucher und Ziergehölze – steht in unserm Garten im hinteren Teil. Hier, in der Nähe des Teiches, in Nachbarschaft zu Haselstrauch, Schneeball, Forsythie und Weigelie und Hundsrose, bildet er einen dichten bis lockeren Rückzugs- und Ruheraum für Vögel und andere Gartenbewohner. Dieser Teil des Gartens wird bewusst wenig gepflegt und genutzt. Zum Ende des Frühjahres erfreut uns der üppig wachsende Strauch mit seinen Blütendolden, die herrlich duften und gern als Grundlage für den ersten Gelee oder Sirup des Jahres genutzt werden. Nach der Blüte hält der herbe Duft der Blätter die Mücken und Fliegen im Zaum, bis im Herbst die überreiche Ernte der schwarzen Beeren unsere Küche bereichern. Durch Vögel verbreitete Samen hatten einige Sträucher in den Beeten wachsen lassen, die wir im letzten Jahr nahe des Hauses gepflanzt hatten. Dabei wurde ein Strauch, der schon eine stärkere Wurzel hatte, als Strauch belassen, während ein zweiter neuer Strauch als Baum kultiviert wird. Dazu wurden im unteren Bereich die Zweige entfernt. Dies Frühjahr haben die Sträucher gut zugelegt und tragen schon Doldenansätze, die Ende Mai – Anfang Juni blühen werden. Der Holunder, oder auch Holler, ist einer der ältesten Haussträucher und hatte neben der Verwendung in der Küche eine vielfältige Anwendung in der Hausapotheke.

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12 Gedanken zu “Holunder – Sambucus nigra / vielfältige Leckereien und Hausapotheke

  1. Ein Jahr machten wir Holunder-Champagner, der absolut köstlich gelang – wir schwärmen heute noch davon :)) Der Korken knallte beim Öffnen heraus wie bei einem Sekt…leider muss die Witterung 100% stimmen, sonst klappt es nicht. Habt ihr’s auch mal probiert?

  2. Bei uns trifft man eigentlich recht häufig auf Holunderbäume. Früher war es *standart* bei jeder Scheune und jedem Haus ein Holunderbaum zu pflanzen. Als „guter Hausgeist“ sollte er Bewohner vor dem Bösen schützen.
    Wir haben keinen Holunder im Garten stehen, unser Nachbar setzte einen vor 2 Jahren. Ich reagiere leider mit Heuschnupfen auf den Blüten :(.

  3. Das ist wirklich schade, er ist wirklich schön zu jeder Jahreszeit und gehörte früher tatsächlich auch hier zu jedem Haus! Leider pflanzt man heute eher Nadelbäume oder Kirschlorbeer, also „Immergrüne“ – schade!

  4. ich möchte auch so gerne bald meinen „eigenen“ holunder … die stadternter lassen einem ja nix mehr übrig 😉 und ich teile auch gerne mit den vögeln. habe dieses jahr außer sirup (gut bei fieber) noch ein feines holunder-rotwein-gelee gekocht

      • Nein, habe (noch) kein Pflänzchen. Wusste bislang nicht, wie ich eines vermehrt bekomme und zum Kaufen sah ich keine. Nach deinem Beitrag habe ich mir erstmal die Hand vor die Stirn geklatscht und werde nächstes Jahr mal die Augen aufhalten. Da lässt sich sicher ein Ableger finden 🙂 Ich mag Holundersaft auch sehr gerne als „Gespritzten“ im Sprudel

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