Wintermonat Januar

Der Januar ist für uns der Monat, in dem wir neue Pläne schmieden, Saatgut kontrollieren, Liegengebliebenes erledigen und auch endlich einmal eines der vielen Gartenbücher, Zeitschriften und Fachbücher lesen, die sich im Laufe des Jahres bei uns angesammelt haben.

Im Garten gibt es nicht viel Neues. Wie auch bei den meisten von Euch blühen immer noch ein paar Rosen. Primeln und Schneeglöckchen blühen, die Winterlinge leuchten hier und da….vom Winter, wie wir ihn uns vorstellen, keine Spur!

 

Unsere kleine Hühnerschar ist froh, in diesem Jahr hinaus zu können, waren sie doch im letzten Jahr fast 5 Monate wegen der Vogelgrippe im Stall! Munter bewegen sie sich im Garten, picken heruntergefallenes Vogelfutter oder finden andere Köstlichkeiten! Aus den ehemaligen Küken sind hübsche Junghennen geworden. Hoffentlich haben wir in diesem Jahr wieder Glück!

 

Unseren roten Hauswein habe wir heute zum zweiten Mal geklärt, natürlich ohne irgendwelche Mittel wie Gelatine oder Eiweiß, sondern mit dem Weinheber, um die letzten Trübstoffe zu entfernen. Die letzten Liter mussten wir in Flaschen füllen – morgen werden wir sie nach Absetzen der Schwebteilchen wieder ins Fass füllen, um ihn möglichst unter Ausschluss von Sauerstoff reifen zu lassen.

 

Heute scheint immer mal wieder die Sonne, mal kommt etwas Schnee …….eine schöne Woche noch!

 

 

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Renaissance eines fränkischen Bauerngartens

  • Entstehung und Geschichte des Gartens

Das Anwesen aus dem Jahre 1897 war über Generationen von einer Handwerkerfamilie bewohnt und der Garten entsprechend mit Nutzgarten und Obstwiese angelegt. Die Gartenpflege war durch das Alter des letzten Bewohners stark eingeschränkt. Mit der Übernahme des Anwesens wurde das Grundstück halbiert und der Teil mit den Gebäuden von uns Mitte 2010 übernommen.  Wir wollten unsere Gartenidee hier umsetzen, und dabei vorhandene Elemente wie die Obstwiese, den Teich und die noch vorhandene Bepflanzung mit einbeziehen. Dabei sollte der regionale Bezug gewahrt bleiben, schmückende Elemente sollte aus dem Bestand des Anwesens selbst kommen.

Endspurt

Kaum sind die Weihnachtstage vorüber, geht es gleich in die nächsten Feierlichkeiten. Wie und wo man sie begeht, ist immer wieder spannend zu erfahren. Die Parties der 1970er Jahre sind lange vorbei (man erinnert sich doch noch dunkel an die Partykeller), ein paar Jahre später ging es in die angesagten Discotheken der Düsseldorfer Altstadt bis man schließlich, inzwischen unter der Haube und mit Kindern gesegnet, zuhause mit Freunden feierte.  Für mich als Hotelfachfrau waren diese Tage, inzwischen wieder zurück im Beruf, immer Großkampftage! Seit ein paar Jahren kann ich diese Tage in aller Ruhe wieder zuhause verbringen – nichts kann schöner sein, als mit dem geliebten Partner gemeinsam Musik zu hören, einen kleinen Imbiss zu sich nehmen, um Mitternacht herauszugehen, mit den Nachbarn anzustoßen, und schließlich wohlbehalten und sicher ins eigene Bett zu fallen…….

Wir wünschen Euch allen einen schönen Jahreswechsel, feiert still oder laut, aber feiert! Wir lesen uns wieder in 2018!

Zwischen den Jahren

Die Zeit zwischen den Jahren, damit bezeichnet man heute die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester/Neujahr. Ursprünglich waren damit die zwölf Rauhnächte gemeint. Diese magische Zeit ist voller Legenden, Märchen und Mythen. An Rauhnächten führen die Menschen bis heute altbekannte Rituale durch wie das Bleigießen, das Räuchern der Häuser und Ställe oder das Sternsingen am 6. Januar.

Wer wie wir, nicht unbedingt daran glaubt, hält trotzdem noch an einigen Dingen fest:  Ordnung schaffen, gute Vorsätze überlegen, letzte Rechnungen begleichen, Pläne für das neue Jahr machen….wie sieht es bei Euch aus??

Erster Schnee und Vorfreude auf Weihnachten

Der letzte Novembertag bringt uns einen Hauch von dem, was wir uns im Winter wünschen…

 

So sieht die Welt doch schon ganz anders aus, nicht wahr? Hier bei uns im Maintal zwischen den Haßbergen und dem Steigerwald bleibt es im November oft bedeckt und ich freue mich wirklich, wenn entweder die Wolkendecke aufreißt oder wie heute, es anfängt zu schneien!

Erstes vorweihnachtliches Schmücken (ich finde den Begriff ‚Deko‘ einfach überstrapaziert) und Gartenbücher lesen vertreibt die Zeit auf angenehme Art und Weise. Für den langen Tisch hat Reinhard mir ein Brett passend zurecht gesägt. Nun die beiden Birkenäste, Kerzen, Tannenzapfen darauf und fertig ist der Tischschmuck. Später werde ich noch etwas Grün dazu legen…..Die alten Weckgläser mit Nüssen, kleinen Zapfen, Filzschmuck und Schleifen und das hübsche Kästchen von Kati  mit Zapfen gefüllt – fertig!

 

Und wie sieht es bei Euch aus? Ihr habt sicher schon erste Plätzchen im Ofen……..;-)

Nach der Ernte kommt der Genuss

 

Was der Frühling nicht sät,
kann der Sommer nicht reifen,
der Herbst nicht ernten,
der Winter nicht genießen.

Johann Gottfried von Herder

 

In den ersten Jahren unseres Blogs haben wir viel öfter über unseren Küchengarten berichtet. Mittlerweile sät, pflanzt und erntet man so nebenher, daher möchten wir Euch heute zeigen, was die relativ kleine Fläche im Laufe des Jahres bringt…und uns ein ganzes Jahr versorgt.  Vieles haben wir gar nicht fotografiert und einiges steht auch noch im Garten

Hier die Monate Mai und Juni…kommt mit in den Garten!

 

im Juli….

 

im August….

 

im September…..

 

im Oktober…….

 

Wir sind dankbar und freuen uns jetzt auf die Zeit, in der wir all diese Dinge genießen können. Die Sämereien für die kommende Saison stehen schon wieder bereit 😉

Besuch aus Moskau – Sergey Karepanov

Im Oktober hatten wir ein besonders schönes Erlebnis. Durch die sozialen Netzwerke bewunderte ich schon seit längerer Zeit die Fotos eines russischen Gartenfotografen, der in Europa herumreist und Gärten und Parks fotografiert:  Sergey Karepanov,  in Sibirien am Fluss Angara geboren und aufgewachsen,  studierte er später Nuklearphysik und  entdeckte vor einigen Jahren die Fotografie für sich, ins besondere die Landschafts-und Gartenfotografie. Sein Mitwirken an Beiträgen in führenden Gartenmagazinen und Büchern, wie auch Teilnahme und Gewinn an Internationalen Fotowettbewerben für Landschafts-und Gartenfotografie IGPOTY International Garden Photographer of the Year machte er sich einen Namen. Er ist Mitglied im Professional Garden Photographers‘ Association und im Garden Media Guild .

Das Leben treibt oft seltsame Blüten. Eines Tages schrieb Sergey uns an und so vereinbarten wir einen Termin im Oktober. Auf seiner Reise von Polen ins Elsass und nach Frankreich schaute er am späten Nachmittag zu uns herein und es entstanden diese herrlichen Fotos………..ich glaube, es war der erste Privatgarten in Deutschland

Man merkt sofort, da ist ein Profi mit geschultem Auge am Werk und es machte Freude, ihm dabei zuzusehen.

Es ist immer spannend zu sehen, wie ein Anderer den Garten fotografiert und auch was ihm dabei wichtig ist! Oft sind es Details, die einem selbst gar nicht so ins Auge fallen.

An diesem späten Oktobernachmittag war es nicht besonders hell, die Sonne hatte frei, aber Sergey erklärte uns, dass es für die Fotografie gut sei, keine harten Schatten zu haben. Er fotografiert sowieso zu jeder Jahreszeit und jeder Tageszeit…

Anschließend nahmen wir noch einen Imbiss ein und dann ging es für ihn auch schon weiter zum nächsten Ziel – danke Sergey, wir haben uns sehr gefreut, Dich kennengelernt zu haben!