Ein sonniger Herbsttag lockt Besucher

Ein langes Wochenende mit sonnigem Herbstwetter liegt hinter uns. Nach einem kräftigen Regen am Morgen des Feiertags ließ die Sonne uns nicht im Stich und erfreute viele Besucher des Offenen Ateliers aus nah und fern! Zu Beginn gab es die Führung durch den Gräserpfad mit den Skulpturen, danach ging zur Erläuterung der Technik in die Atelierräume.

 

Die Besucher ließen es sich nicht nehmen, hinterher noch den herbstlichen Garten zu erforschen. Die leuchtenden Farben der Astern waren genauso gefragt wie der Palmkohl im Küchengarten…..

Auch die Presse war vor Ort, hier die Berichte in Reinhard’s Blog

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Die Staudenbeete und die bepflanzten Baumscheiben

Vor ungefähr einem Jahr, genauer gesagt Ende Oktober hatten wir uns alle Staudenbeete vorgenommen: Stauden aufgenommen, umgepflanzt, geteilt, anders positioniert, ergänzt. Im Frühjahr dann die Baumscheiben vergrößert, neue Pflanzflächen geschaffen – was ist daraus geworden?

Hier unten im blau-gelben Beet verdecken Salbei und Lampenputzergras (Salvia officinalis ‚Berggarten‘ und Pennisetum alopecuroides ‚Cassian‘) die bereits braungewordenen Stängel der Astern.  Beide lockern den Gesamteindruck auf…Die Baumscheibe dahinter ist fast völlig zugewachsen. Funkie, Taglilien, Bergenien, Frauenmantel in Sorten und Bleiwurz bedecken den Boden und haben wunderbar durchgehalten! Natürlich hat es vergleichsweise viel geregnet, aber unser Ziel ist erreicht!

 

Die Farben sind harmonischer geworden, durch kleinere Gräser und  Blattschmuckstauden kommt mehr Struktur in die Beete. Manche Stauden sind noch in den Kinderschuhen und werden erst im kommenden Jahr Wirkung zeigen. Dieses Beet in Rosatönen z.B. haben wir mit silberlaubigen Pflanzen und sehr dunkler, aber  sonnenverträglicher Heuchera ‚Obsidian‘ und Carex comans ‚Bronco‘ ergänzt, die allerdings noch recht klein sind.  Die Baumscheibe dahinter ist ab Frühjahr äußerst trocken. Hier haben sich ebenfalls Stachys byzantina, Dianthus, Festuca cinerea, Anaphalis triplinervis und Salvia officinalis ‚Berggarten‘ kombiniert mit dunklem Sedum und Heuchera bewährt.

 

Im blau-orange/gelben Beet geben sich im Herbst Helianthus decapetalus ‚Capenoch Star‘, Aconitum, Aster novi-belgii ‚Dauerblau‘ und Miscanthus sinensis ‚Silberfeder‘ die Hand – sie spielen jetzt die Hauptrolle. In den nächsten Tagen öffnet sich noch die Aster laevis ‚Anneke van der Jeugd‘ und durchwebt mit ihren filigranen Blüten das Staudenbeet. Auch hier mussten wir nachbessern und haben noch ein paar Farbtupfer in orange gepflanzt…..die bepflanzte Baumscheibe dahinter ist noch nicht ganz so zugewachsen, aber Epimedium, Helleborus, Tiarella cordifolia, Geranium und Bergenien sind auf bestem Weg dorthin!

 

Das Beet in weiß und violett-blau ist noch schwach. Das Panicum hatten wir geteilt und es muss noch mehr wachsen. Die schwarzblauen Astern brauchen mehr Fülle und Kontrast in weiß. Wir haben vor einer Woche noch ein paar weiße Echinacea, einen weißen Wasserdost und Anemone japonica in weiß gepflanzt! Das sollte reichen!  Die Baumscheibe wurde mit Bergenien, Carex in Sorten und Aquilegia bepflanzt.

Alles in allem sind wir zufrieden, aber arbeiten noch an Verbesserungen – je dichter die Bepflanzung, je weniger Unkraut!  Außerdem hält sich das Gießen in Grenzen und genau darauf zielen wir!!

Im Septembergarten

Bevor es bald in den Oktober geht, wollten wir mit Euch noch einmal durch den Garten gehen…

 

Am Teich blüht der Wasserdost Eupatorium fistulosum ‚Glutball‘  und  die weidenblättrige Sonnenblume Helianthus salicifolius legt sich grazil über den Teich, der Sonne entgegen. Feurig streckt der Kerzenknöterich Bistorta amplexicaulis ‚Speciosa‘ seine Blüten nach oben und das Weinlaub am Sitzplatz färbt sich und fällt schon…

 

Vereinzelt blühen die englischen Rosen, sogar der einmalblühende Rambler ‚Francois Juranville‘ zeigt hier und da neue Blüten…

 

In den Staudenbeeten fangen nach und nach die unterschiedlichen Herbstastern an zu blühen. Damit locken sie unzählige Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten!

 

ach, und Zuwachs haben wir auch noch bekommen 😉 Pünktchen und Rehlein..

 

Hoffentlich gibt es noch ein paar schöne Tage, die dunkle Jahreszeit ist sonst so lang…..

Der Bergle-Garten von Karina

 

„Ein Wunsch wird Garten“ – so heißt das Buch von  Karina Waltzer und beschreibt die Entstehung und Entwicklung ihres Gartens im Freiburger Stadtteil Lehen. Ich kenne Karina seit einigen Jahren durch Facebook, wo wir uns in verschiedenen Pflanzengruppen virtuell austauschen. Die klimatischen Bedingungen, unter denen sie im Südwesten Deutschlands ihren Garten pflegt, kommen den unseren ziemlich nahe. Ihr Garten, die Lage, die Pflanzenauswahl und ihr Fachwissen beeindrucken mich sehr und so war es mein großer Wunsch, sie und den Garten endlich auch in der Realität kennen zu lernen!

Am Freitag, auf dem Weg zu Gaby und Klaus, machten wir dann endlich den Abstecher nach Freiburg, Wir hatten einen Termin am frühen Nachmittag vereinbart und erreichten den Garten etwas früher als geplant. Auf dem Weg zum Eingangstor inmitten der Weinberge empfängt sie uns herzlich …

Der Abguss eines Ammoniten im Eingang (oben im Bild) zeigt uns: wir sind endlich da!!!

Vor der alten Sitzbank mit einem bepflanzten Steintrog teilt ein großes Kiesbeet den Weg.  Einige alte Apfelbäume mit niedriger Krone fallen sofort auf, sie geben dem Garten eine gewisse Struktur und Charme und beschatten im Sommer. Rechts führt der etwas breiterer Weg in leichten Bögen vom Eingang bis zur Hütte, die zahlreiche Gartengeräte beherbergt. Das Regenwasser wird vom Dach aufgefangen und in eine Zisterne geleitet – die einzige Möglichkeit, hiermit die Pflanzen zu versorgen.

Das Kiesbeet ist leicht erhöht und verbirgt auch durch geschickte Pflanzung den Blick auf andere Gartenbereiche und erhöht damit immer wieder die Spannung! An einer Seite des Gartenhauses ist ein hübscher Sitzplatz, wo wir gut beschattet den selbst gebackenen Kuchen und Kaffee genießen. Hier blickt man direkt auf das große Kiesrondell, dass mit niedriger Katzenminze  Nepeta faassenii ‚Walkers Low‘ eingefasst ist, in der Mitte eine Säule inmitten duftiger Blüten von Erigeron karvinskianus.

 

Man erahnt kaum, dass sich dahinter noch eine große Wiese befindet…..

 

und ein Pavillon mit einem kleinen Brunnen…..

Immer wieder bestaunen wir die Beete in ihrer unendlichen Vielfalt….vieles ist uns noch nicht bekannt und gespannt hören wir Karinas Erklärungen zu. Zum Abschluss lädt sie uns noch in ihren verwunschenen Hausgarten ein…

 

Es ist unmöglich, hier alle Eindrücke wiederzugeben – wir haben sehr viel mitgenommen ❤

Wir empfehlen ihr Buch und einen Besuch – hier geht es zu ihrer Seite

Der Garten von Gaby und Klaus

Der Garten von Gaby und Klaus liegt im Markgräfler Land, eine wunderschöne Region im Südwesten Deutschlands. Am Wochenende folgten wir ihrer Einladung zu einem Gegenbesuch bei ihnen. Beide sind ebenso ‚gartenverrückt‘ wie wir  – O-Ton Klaus: „der Garten war schon vor dem Einzug fertig“.

Das Niveau des Gartens liegt oberhalb der angrenzenden Straße am ruhigen Ortsrand. Eine breite Böschung ist üppig bepflanzt und vom Garten nicht einsehbar. Gegen Blicke von außen schützen gezielt gepflanzte kleine Hecken aus Buche und anderen Gehölzen, die wie Paravents eingesetzt sind. Wir fühlen uns nie neugierigen Blicken ausgesetzt.

 

Es dämmerte schon fast bei unserer Ankunft. Wir nahmen unseren Begrüßungstrunk auf der Terrasse und beschlossen, den Garten am nächsten Morgen ausführlich zu besichtigen. Mit einer riesigen Auswahl von französischen Käsespezialitäten, Pastete und Terrine, gesalzener Butter, feinem Baguette und Trauben wurden wir verwöhnt. Dazu gab es wunderbare Weine der Region.

Von der Terrasse blickt man in den Garten und eine dahinter gelegene Obstwiese mit altem Baumbestand. Als „geliehene Landschaft“ scheint sie dem Garten zugehörig. Man blickt nach links und entdeckt den markanten Trompetenbaum Catalpa. Wir folgen dem Weg, der zum Baum führt und entdecken Buchskugeln, Anemonen, Rosen,  Gräser und Geranium. Der Weg endet in einem Buchs umsäumten Rondell um den Baum. Ein seitlich angelegter Sitzplatz lädt zum Verweilen und Betrachten ein.

Gaby setzt nur sehr sparsam dezente Dekoration ein, sie fällt bei den vielfältigen Stauden und Gehölzen kaum auf.

 

Auf der gegenüberliegenden Seite des Gartens wird es deutlich herbstlich. Astern, Rudbeckia, Pennisetum, Panicum und Miscanthus zeigen Farbe und der riesige Oleander blüht noch immer…..

 

Uns fällt heute beim Betrachten der Fotos erst richtig auf, wie vielfältig und üppig der Garten bepflanzt ist…nicht zu vergessen Lonicera am Terrassengeländer, die Rosen und Clematis an den Obelisken, Kübelpflanzen mit Granatapfel, Aloe vera, Solanum, Palmen, Kamelien und Agapanthus und natürlich die Topfparade mit Hosta und die vielen Sorten des Efeu!! Das besondere Steckenpferd ist der Buchs in vielen Varianten geschnitten. Er bietet dem Betrachterauge immer wieder einen Ruhepunkt inmitten der Pflanzenvielfalt.

 

Wir sind gespannt, wie sich der Garten weiterentwickelt – es gibt neue Pläne!

Für uns war es ein schönes Erlebnis, den Garten in seiner tatsächlichen Größe und Schönheit zu sehen und die Gastfreundschaft von Gaby und Klaus zu genießen! Auf Wiedersehen im nächsten Jahr…..

Der Garten ist ein Privatgarten.

Das Atelier

Offenes Atelier und Skulpturengarten

Dialog mit der Natur

Für den Tag des offenen Ateliers und Workshops habe ich zwei Räume in der alten Scheune hergerichtet.

Das Atelier befindet sich in unserem Anwesen von 1898. Dieses war über Generationen der Lebensmittelpunkt eines Dorfhandwerkers, Zimmermanns und seiner Familie. Der hintere Teil des Anwesens, früher landwirtschaftlich genutzt, ist heute mein Atelier.

Ein Atelierraum befindet sich im Erdgeschoss, der zweite Raum ist über eine Treppe erreichbar.

In einer Nische der Dachschräge sind einige Alltagsgegenstände zu sehen, die wir im Laufe der Jahre in Haus und Garten gefunden haben.

An folgenden Tagen ist mein Atelier im Rahmen des Kulturprojekt des Landkreises Haßberge geöffnet:

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