Im Duft-und Kräutergarten

Der Hof unseres Anwesens hat ein besonderes Kleinklima und gibt einem das Gefühl, er sei in mediterranen Gefilden. Das war die Grundidee, als wir den Hof umgestalteten…

Der Wein an den Fassaden,  die Blumenkästen mit den feuerroten Pelargonien in den Fenstern, die Oleander im Kübel aus Terracotta, die Kletterrosen im Eingang – und zur Rechten der Duft-und Kräutergarten mit dem Hausbaum, einer Quitte……

 

Außer einigen Rosen und Gräsern pflanzten wir auf ziemlich kargem Boden (Bauschutt im Untergrund) kleine Nelken, Lilien, verschiedene hohe Fetthennen, Salbei, Thymian, Bohnenkraut, Oreganum, Lavendel, Katzenminzen,  Indianernesseln und Duftnesseln. Den Rosen und Lilien bekamen allerdings zusätzlich verrotteten Kompost.

Hier sollen die Insekten sich nach Herzenslust tummeln und bedienen…..

Das öffentliche Beet in Schweinfurt

Ihr erinnert Euch an das öffentliche Staudenbeet in Schweinfurt, das wir mit der Gesellschaft der Staudenfreunde (GdS) im Mai eingeweiht hatten?

Anfang Juli waren wir kurz dort, um uns das Beet mal wieder anzuschauen. Einige der Staudenfreunde pflegen das Beet. Ich finde, es ist alles gut eingewachsen und es hat sich gut entwickelt.

 

Mitte Juli hat Rainer Trost, unser Regionalleiter, die Schere gewetzt und Salbei und Lavendel geschnitten.  Jetzt sieht es wieder tipptopp aus!

Halbzeit im Garten

 

Zwischendurch habe ich das Gefühl, es wird Herbst…Vielleicht liegt es am Wetter, aber diese krassen Gegensätze machen mich irgendwie fertig. Entweder regnet es wie aus Eimern oder die Sonne sticht – egal! Wir schauen mal, wie es bei uns im Garten aussieht.

Am Teich kommen jetzt Helianthus salicifolius und das Eupatorium in Fahrt….

 

Unser Wein legt zu. Die Triebe haben wir inzwischen eingekürzt und die Trauben schön verpackt. Das ist ein prima Schutz vor Wespen und sonstigem Getier. Für die Vögel haben wir hier und da noch ein paar Beeren gelassen 😉

Im Obstgarten sind Erdbeeren, Josta-Beeren, Johannisbeeren rot und schwarz und Stachelbeeren bereits geerntet und verarbeitet. Kirschen fielen dem Frost zum Opfer, aber unsere liebe Dora hat glücklicherweise auf ihrer Streuobstwiese noch zwei Bäume, die ganz gut trugen.  Also rauf auf den Baum und Kirschen gepflückt!  Himbeeren ernten wir laufend und die Brombeeren sind noch nicht soweit….Dafür fiel schon allerhand an Gemüse an: Erbsen, Kohlraben, die ersten Wirsingköpfe, Blumenkohl, Melde und Mangold sind schon im Kälteschlaf. Zwiebeln, rot und gelb hängen in Säcken in der Scheune. Erste Gurken und Tomaten sind reif und vom Salat mag ich gar nicht erzählen…..

 

Im Staudengarten merkt man deutlich die Umpflanzaktion im letzten Jahr. Alles braucht länger und immer wieder kontrollieren wir, ob alles auch überlebt hat 😉  Insgesamt  aber sind wir bisher zufrieden und notieren aber auch schon wieder, wo Änderungen nötig sind. So haben wir jetzt noch Hemerocallis ins Beet gepflanzt, weil Anfang Juli nicht all zuviel blüht…

 

 

Der Gräserpfad sieht schon vielversprechend aus……wir hatten keine Ausfälle und sind auch froh über den Regen der letzten Wochen!

 

Beim nächsten Mal treffen wir uns im Hof und schauen uns den Duft-und Kräutergarten , das Herbstbeet und das Schattenbeet an.

Und denkt daran:  Auch die Pause gehört zur Musik!

Saure-Gurken-Zeit im Garten??

Natürlich nicht – auch im Garten gibt es ja immer etwas zu entdecken…Ihr erinnert Euch, dass wir im März einige Rosen aus  Sangerhausen mitgebracht hatten? Wir haben sie natürlich gleich eingepflanzt und sie in der trockenen und heißen Zeit  immer mit einer Ration Wasser bedacht!

Darf ich vorstellen?

Das ist Miranda, Rosa damascena (De Sansal 1869). Sie wächst aufrecht bis 1,5 m groß. Ihre Blüten sind wetterunempfindlich, schalenförmig und duften! Sie blüht im Herbst nach und ist sehr winterhart!

 

Kronprinzessin Viktoria , Rosa borbonica, Späth 1888,  (Sport von Souvenir de la Malmaison) Ihre creme-weißen Blüten sind stark gefüllt, haben eine gelbliche Mitte und duften sehr gut. Sie wird bis zu 1 m groß, blüht öfter und ist gut winterhart.

 

Marie Dermar, Noisette, Züchter Rudolf Geschwind 1889. Sie kann bis zu 3 m hoch werden und hat stark gefüllte, geviertelte Blüten mit gelben Staubgefäßen. Sie verströmen einen sehr angenehmen Duft. Sie blüht recht lange von Juni bis zum Frost.

 

Der einzige Herr der Gesellschaft, Prince Charles, konnte sich noch nicht aufraffen….er bekommt also die Extra-Wurst!

Bis bald!! Drückt die Daumen für besseres Wetter in den nächsten Wochen!!

Der Garten von Barbara

Am Wochenende danach ging es zu Barbara und ihrer Familie. Barbara ist auch in der Gesellschaft der Staudenfreunde und bei Facebook in einigen Gartengruppen vertreten.  Sie wohnt im Tal der Fränkischen Saale und ist stundenweise im Weinbau tätig.  Der Weinberg liegt quasi vor der Haustür und ist ihr zweites Zuhause.  Schon bei der Anreise  kommt man ins Schwärmen…

 

Ihr Zuhause liegt am Hang, also muss man schon einige Außentreppen überwinden, ehe man in die obere Etage von Holger’s Elternhaus kommt. Aber schon wird man mit dem Anblick der vielseitigen und großzügigen Kräuterbeete entschädigt, die Barbara an der seitlichen Treppe angelegt hat. Hier findest Du alles, was Dein Herz oder Kochtopf begehrt…Thymian, Rosmarin, Salbei, Schnittlauch….Frauenmantel, Griechischer Berg-Tee, Heil-Zyst, Zitronenmelisse, Johanniskraut u.v.m. Bei der Gelegenheit: Barbara hat ein Rotöl aus Johanniskraut selbst zubereitet – das hilft unsagbar gut gegen Insektenstiche und bringt sofort Linderung!

 

Vor der schattigen großen Pergola am Haus erstreckt sich eine große Obstwiese mit einigen alten Obstgehölzen. Sie bietet genug Spielraum für beide Mädchen.

 

Das gesamte Gartengrundstück ist mit einer dunklen Ligusterhecke umgeben.  Auf halber Höhe ist ein Sitzplatz angelegt, umgeben von Beeten und Pflanzsteinen. Echinacea, Gräser, Achillea, Scabiosa, Taglilien und natürlich Iris ….ein buntes, fröhliches Staudenarrangement, Nahrungsangebot und Spielwiese für die vielen Insekten und Falter!

 

Barbara liebt die Wiesen der Umgebung, Standorte von Orchideen, die anderswo kaum noch zu entdecken sind. Diese Liebe zur Natur wird in diesem Garten besonders deutlich! Überall entdeckt man kleine Pflanzenschätze, die in einen naturnahen Garten gehören.

Auf der rechten Seite  der Sitzplatzes entdecken wir das große Gemüsebeet und das selbstgebaute Tomatenhaus. Weiter unten wieder ein Beet mit Herbstastern, Iris, Akeleien und Herbstanemonen. Barbara erzählt, dass hier im Frühjahr die Zwiebelblüher ihren Auftritt haben.

 

Auf der linken Seite liegt das Gartenhaus, umgeben von einem buntem Band blühender Stauden, wie Brandkraut, Gelbe Flockenblume, Woll-Ziest und Rainfarn.

 

Weiter oben sieht man noch einen kleinen Sitzplatz, im Rücken noch ein weiteres Beet mit Flieder, Sedum und Gräsern. Die gesamte Fläche müsste mit Maschinen bearbeitet werden, der Boden ist steinhart und besitzt nur eine dünne Schicht Erde.  Irgendwann möchten Holger und Barbara auch das in Angriff nehmen, aber kommt Zeit, kommt Rat!

 

Auf dem Weg nach unten sehen wir hier und da liebevoll angelegte Beete, eines ist rund und ist wie ein Farbkreis mit Iris bepflanzt. Eigentlich hätte ich mir den schon im Mai ansehen wollen, klappte leider nicht.  Aber im nächsten Jahr!! Als wir uns dann auf den Heimweg machten (die Zeit verging wie im Flug), musste ich daran denken, wie viel Zeit und Kraft dazu gehört, dieses Grundstück zu pflegen! Allein schon die Pflanzen mit dem nötigen Wasser zu versorgen….Hut ab vor Barbara und Holger, die sich ihr Gartenparadies mit viel Liebe und Enthusiasmus geschaffen haben und der Natur genügend Platz und Vielfalt bieten!