Frostiges Intermezzo

Ist es nicht herrlich, morgens bei Raureif aus dem Fenster zu schauen? Bevor es wieder grau wird, schnell noch die Gelegenheit nutzen, um ein paar Fotos zu machen.

 

Natürlich sind Samenstände der Stauden und Gräser die Hauptdarsteller, die nicht nur Vögeln und Insekten dienen, sondern uns als Augenschmaus viel Freude bereiten!

 

Der Blick in den winterlichen Garten macht uns zufrieden. Er strahlt so eine Ruhe aus, die ansteckend ist und uns sagt: „Lasst uns ein wenig verschnaufen, ausruhen und Kraft tanken für das neue Gartenjahr!“

November im Garten

Nach tagelangem Regenwetter wurde es jetzt noch einmal ganz angenehm. Ein paar Sonnenstrahlen locken an die frische Luft und in den Garten. Besonders gefallen mir jetzt die Wedel der verschiedenen Sorten des Miscanthus.

 

Die milden Temperaturen und die Feuchtigkeit lassen einige Stauden wieder wachsen. Farbe bringen hier auch kleine Stauden wie z.B.  Geranium sanguineum var. striatum und die weiße Schwester ‚Album‘ oder auch kleine Ziergräser und Hagebutten.

 

Letzte Arbeiten wie Beete auffüllen, Stauden teilen und verpflanzen sind gemacht.  Am Teich haben wir unsere weidenblättrige Sonnenblume versetzt, sie stand mit über 3 Metern definitiv am falschen Platz🙂

 

Habt eine  schöne Zeit!!

Adventsbäckerei……und jetzt die Lebkuchen

Es regnet…also ist wieder Backen angesagt! Diesmal Lebkuchen mit Walnüssen…

Teig:

  • 2 große Eier
  • 250 g Zucker
  • je 45 g Zitronat und Orangeat (hacke ich ganz klein, weil ich sie stückig nicht mag)
  • Abrieb einer unbehandelten Zitrone
  • 1 EL Zimt
  • je 1 Msp. Nelke, Piment, Muskatblüte, Kardamom
  • 250 g gemahlene Walnüsse

Glasur:

  • 100 g Puderzucker
  • 2-3 EL Rum

Weiterhin noch ca. 45 Backoblaten (Durchmesser 50 mm)

Zunächst Zitronat und Orangeat mit etwas Zucker klein hacken.  Die Eier schaumig schlagen, restlichen Zucker zufügen und weiß-schaumig schlagen. Zitronat, Orangeat, Zitronenabrieb, Zimt und Walnüsse nach und nach unterheben und die Masse abgedeckt über Nacht kalt stellen.

 

Am nächsten Tag Ofen vorheizen, Puderzucker sieben und mit dem Rum verrühren.

Walnussgroße Häufchen auf die Oblaten setzen und bei 160° 20-25 Minuten backen. Noch warm mit der Glasur bepinseln.

Nach dem Auskühlen in gut verschließbarer Gebäckdose aufbewahren.

Adventsbäckerei……mein Christstollen Dresdner Art

Der Original Dresdner Christstollen® zählt zu den Produkten mit geschützter geografischer Angabe, daher verwende ich ihn hier nicht.  Nichtsdestotrotz fand er schon vor Jahren vor den kritischen Augen meiner aus Dresden stammenden Großmutter Gertrud großes Wohlwollen.

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Der Original Dresdner Stollen darf  sich somit nur nennen, wenn er in der Region Dresden hergestellt wurde. Auch dürfen sie nicht in Formen gebacken werden. Zudem müssen sie auf 100 Teile Mehl mindestens 50 Teile Butter, 65 Teile Sultaninen, 20 Teile Orangeat und/oder Zitronat und 15 Teile Mandeln enthalten. Die Verwendung von Margarine oder künstlichen Konservierungsstoffen und Aromen ist nicht erlaubt.

Früher bestand der Fettanteil aus Butter, Butterschmalz und Rindertalg, ich dagegen bevorzuge nur Butter und Butterschmalz😉

Hier nun mein Rezept:

1 kg Mehl
80 g Hefe mit 1 TL Zucker und einem Teil von 250 ml lauwarmer Milch verrühren
15 Min. gehenlassen
1 TL Salz
500 g zerlassene Butter (Hälfte Butterschmalz)
150 g Zucker
2 Eigelb
Schale von 2 Zitronen                                                                                                                                                 je 2 Msp. gem. Nelken, Macis (Muskatblüte), Kardamom
restliche Milch dazu
15 Min.gehen lassen
200 g Sultaninen,125 g Korinthen mit 2 Eßl. Rum tränken
250 g gemahlene Mandeln
4 Bittermandeln
alles unterkneten
oval ausrollen und 2 Stollen formen
auf gefettetes und gemehltes Blech setzen
20 min. gehen lassen
1 Std. bei 180°C backen
heiß mit 100 g flüssiger Butter bepinseln und mit Puderzucker bestreuen

Nach dem Auskühlen gut einpacken und mindestens 3 Wochen bis zum Anschnitt durchziehen lassen, je länger, desto besser!

 

 

Gipsabgüsse von Obst

Eine schöne Dekoration für die Wohnung sind Gipsabgüsse von Obst und Gemüse. Wir tauchen z.B. eine Quitte in eine Kunststoffschale mit Gips. Dadurch wird die eine Hälfte der Quitte abgeformt. Nach dem Abbinden des Gips am nächsten Tag wird die Quitte aus der Form entnommen. Als Trennmittel sprühen wir die Kontaktfläche der Form mit einer wässrigen Pottasche-Lösung ein und führen das Abgießen mit der anderen Hälfte durch.

Nach dem Abbinden des Gips entnehmen wir die entstandene Gussform aus der Kunststoffschale. An der Naht der beiden Hälften trennen wir diese vorsichtig mit einem Spachtel voneinander. Nun erfolgt das Ausgießen der beiden Hälften mit Gips. Die richtige Position der Schalen zueinander markieren wir mit einem Stift.  Die Gusshälften werden zunächst mit der Pottaschelösung eingesprüht.  Nun wird der Gips in die Hälfte gegossen. Solange der Gips noch feucht ist, können die Hälften aufeinandergedrückt werden. Am nächsten Tag drücken wir die Schalen mit einem Spachtel auseinander.  Nun kann die Gipsquitte trocknen. Durch Abschleifen mit feinem Schleifpapier erhält der Abguss seine feine Oberfläche.

Frostige Zeiten…………

Der erste Frost ist da! War das ein schönes Bild heute früh:

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Die letzten Rosen mit einem Käppchen…

 

Carex testacea wie mit einem Hauch Puderzucker überzogen..

 

der Mangold beugt sich, während der Feldsalat schön knackig unter dem Laub hervorspitzt….

 

Die Pelargonien sind ebenso wie der neue Lorbeer bereits in der Orangerie, Oleander und Granatapfel stehen noch im Hof. Sie dürfen noch bleiben, solange die Temperaturen es zulassen. Das haben wir im letzten Jahr erstmals probiert und es ist ihnen sehr gut bekommen!

 

Wir haben heute die Sonne genutzt, um die Himbeerruten zu schneiden – jetzt ist der Blick wieder frei!

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Alles muss raus!

Unsere Staudenbeete wurden vor über fünf Jahren angelegt, seitdem wurden nur die üblichen Pflegemaßnahmen  wie Unkraut zupfen, Verblühtes schneiden usw. vorgenommen. Jede neue Staude wurde eingepflanzt, dafür andere wieder umgesetzt, Einjährige nach Gutdünken eingesetzt, wuchernde Stauden abgestochen……….in letzter Zeit gefielen sie uns gar nicht mehr so recht.  Manchmal sind uns Pflanzen abhanden gekommen, weil wir sie verbuddelt hatten und sie auch nicht gekennzeichnet waren.

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Vor einiger Zeit waren wir bei einem Treffen der Staudenfreunde des GdS,                       ein interessanter Vortrag über Gartengestaltung wurde von Gartenarchitektin Christine Orel aus Herzogenaurach gehalten. Danach haben wir beschlossen, nicht erst auf das Frühjahr zu warten, sondern gleich loszulegen!

Was soll man alles berücksichtigen? Blütezeitpunkt und Dauer, Farben, Höhenstaffelung, Texturen, Strukturen……..nicht so einfach, da wir möglichst alles auch wieder verwenden wollten! Letztendlich haben wir dann doch einige Stauden und Ziergräser bei guten Staudengärtnern gekauft.

Reinhard hat, bis auf den Miscanthus, Stauden und Zwiebeln herausgenommen, umgegraben, dabei Unkraut entfernt, schubkarrenweise Humus aufgefüllt (wir haben vor einem Jahr u.a. für den Gräserpfad reichlich Grassoden abgestochen), die Stauden geteilt, Wurzeln nach Giersch und Quecken abgesucht……In der Zwischenzeit hatte ich x-mal Planskizzen gezeichnet, Etiketten vorbereitet und Stauden positioniert.

 

Das Beet in Rosa-Pink
Miscanthus sin. ‚Große Fontäne‘, Ageratina altissima ‚Chocolate‘, Sedum tel. ‚Karfunkelstein‘ und ‚Herbstfreude‘, Monarda ‚Scorpion‘ und ‚Petite Wonder‘, Saponaria off. ‚Rosea Plena‘, Heuchera ‚ Obsidian‘, Chelone obliqua, Phlox ‚Natural Feelings‘, Hosta ‚Sum and Substance‘, Rosa borbonica ‚Souvenir de la Malmaison‘, Gaura lindheimeri ‚Siskiyou Pink‘, Echinacea purpurea, Carex comans ‚ Bronco‘, Salvia off. ‚Berggarten‘ und Helictotrichon semp. ‚Saphirsprudel‘ und natürlich Herbstastern ‚Rosa Sieger‘ und verschiedene Alliumsorten

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Unser Sonnen-Beet in Gelb/Orange und Blauviolett mit:
Miscanthus sin. ‚Purple Fall‘, in gelb Helenium, Helianthemum, Achillea fil. ‚Parker‘, Herbstastern in schwarzblau und violett und in verschiedenen Größen, Rudbeckia nitida ‚Juligold‘, Rudbeckia fulgida var. sullivantii ‚Goldsturm‘, Monarda fistulosa ‚Blaustrumpf‘, Vernonia crinita, Hemerocallis ‚Lemon Lace‘, Kniphofia und Lilium bulbiferum, Sedum ‚Matrona‘, Aquilegia, Iris barbata, Pennisetum alopecuroides ‚Cassian‘, Helictotrichon sempervirens ‚Saphirsprudel‘ und Salvia off. ‚Berggarten‘

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Das Beet in Blau und Gelb/Orange:                                                                                           Miscanthus sinensis ‚Silberfeder‘, Campanula persicifolia, Aster laevis ‚Anneke van der Jeugd‘, Polemonium caeruleum ‚Blue Pearl‘, Aconitum carmichaelii ‚Arendsii‘, Helianthus decapetalus ‚Capenoch Star‘, Aster novae-angliae ‚Dauerblau‘, Hemerocallis fulva ‚Kwanso‘, Hosta ‚Guacamole‘, Delphinium, Nepeta subsessilis, Carex comans ‚Bronco‘, Solidago ‚Fireworks‘, Iris flavescens, Veronica spicata, Aquilegia alpina

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und schließlich das Beet in Weiß, Gelb und Blauviolett

Panicum virgatum ‚Strictum‘, Verbascum chaixii ‚Album‘,  Aster novae-angliae ‚Nachtauge‘, Helianthus microcephalus ‚Lemon Queen‘, Leucanthemum gefüllt, Hosta ‚June‘, Aster dumosus ‚Blaue Lagune‘, Lilium candidum, Aster ageratoides ‚Ezo Murasaki‘, Aster incisa ‚Alba‘, Tanacetum macrophyllum, Artemisia ludoviciana ‚Silver Queen‘, Echinacea purpurea ‚Alba‘, Solidago cutleri, Teucrium hircanicum, Lupinen in weiß und blau, Nepeta x faassenii ‚Walkers Low‘

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Nach etwa 2 Wochen war alles fertig. Heute kamen noch die sortierten Zwiebeln von Tulpen und Allium in die Beete, Laub auf die frischen Pflanzungen – jetzt können wir beruhigt in die Winterpause gehen und uns auf das Frühjahr freuen!

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Pflege der Staudenbeete im Oktober

Laut Wetterprognose wird es jetzt ungemütlich! Wir haben die letzten sonnigen, trockenen Tage noch genutzt und im Garten verbracht. Unkraut gezupft, Rasen geschnitten, Fallobst gesammelt und einige Möbel schon verräumt. Beet für Beet haben wir uns angeschaut und notiert, was wir ändern möchten. Meist hat man die Änderungswünsche im Frühjahr wieder vergessen.

 

Einiges, was wir im letzten Jahr eingepflanzt hatten, war nicht stimmig und kommt woanders hin oder wird verschenkt. Echinops ritro, die blaue Kugeldistel z.B., passte farblich und auch vom Wuchs her nicht ins Beet. Sie ist ein wahres Insekten-Magnet, aber alle unsere Pflanzen sind bienenfreundlich, von daher brauchen wir uns keine Gedanken zu machen. Auch die Nachtviole, Hesperis matronalis, wurde versetzt. Sie blüht und duftet wunderbar, aber kommt in unseren Staudenbeeten nicht recht zur Geltung: unten viel zu viel Grünzeug, nimmt sie anderen Stauden Platz. Sie hat im hinteren Teil des Gartens wieder ihren Platz gefunden und erfreut uns hier.

Eingeschleppter Giersch hat sich in einigen Beeten breit gemacht und Erde muss aufgefüllt werden. So haben wir uns das erste Beet vorgenommen, bis auf den Miscanthus alles herausgeholt und Wurzeln und Erde auf Giersch untersucht. Dann haben wir die Erde aufgefüllt und die Stauden neu positioniert und wieder eingepflanzt. Das war eine ziemlich zeitaufwändige Arbeit, die sich aber lohnt! Im März werden wir den Miscanthus noch herausnehmen und vom Giersch befreien. Selbst wenn der Giersch wiederkommt (was er ohne Zweifel tut!) – das erste Jahr hält er sich bestimmt zurück! Diese Pflegemaßnahme macht man eigentlich im Frühjahr, aber in diesem Beet gibt es sehr viele Iris, die bereits im Mai blühen. Abgeschnitten wird bei uns noch nichts, alles bleibt bis zum Frühjahr. Lediglich die versetzten Stauden kürzen wir ein, um ihnen das Einwachsen zu erleichtern.

Hier noch ein paar Herbst-Impressionen……..

 

Und Flora und Fauna harmonieren, wie man sieht:

 

und wie sieht es bei Euch aus?